Naturheilpraxis am Südhang

 
Gute Besserung

Dr.phil.Brigitte Ranft

Gute Besserung
 

Heilpraktikerin

 
  35394 Giessen * Südhang 16  
  Tel. 0641 - 45161 , 4002105 * Fax  0321  2125  5641     
Impressum    

 
  Das aktuelle Thema DNA - Bausteine des Lebens
  Heute: Grafik DNA mit freundlicher Genehmigung von Microsoft

 

TUMORMARKER


Unterschätztes Frühwarnsystem gegen Krebs

   
 
Der wahre Fall
 
Eine Patientin kommt zu mir in die Praxis und erzählt mir, bei ihr sei ein Knoten festgestellt worden, man wisse aber nicht, ob er gutartig oder bösartig sei. Deshalb wollten die Ärzte eine Probebiopsie vornehmen, was in diesem Fall üblich und korrekt ist. Da jedoch nur ein kleiner Teil des Knotens entnommen worden wäre, ließ die Patientin vor der Biopsie bei mir den zugehörigen Tumormarker untersuchen. Der gemessene Wert war erhöht, lag über dem Normbereich, über dem "cut-off-Wert". Deshalb bat die Patientin den Arzt, den Knoten sofort als Ganzes zu entfernen. Was für ein Glück, denn der histologische Befund bestätigte, daß er bereits bösartige Zellen enthalten hatte, und eine Streuung war so vermieden worden. Die Patientin ist weiterhin gesund geblieben.
 

 
Definition
 
Tumormarker sind Stoffe, die entstehen aufgrund des veränderten Stoffwechsels einer transformierten Zelle, d.h. einer Zelle, die am Entstehen eines Tumors beteiligt ist. Dabei sei für den Laien ausdrücklich betont, daß ein Tumor im medizinischen Sinne nicht bösartig sein muß, sondern daß in der Medizin jede Geschwulst, auch wenn sie gutartig ist, "Tumor" heißt.
 
Dennoch sind wir natürlich stets wachsam gegenüber denjenigen Tumoren, die uns gefährlich werden können, die also "entarten" können, bösartig sind und im schlimmsten Fall unser Leben kosten.

 

 
Statistik
 
Die statistischen Angaben darüber, wie viele Menschen jährlich an welcher Art von Krebs sterben, möchte ich hier nicht nennen, denn für den einzelnen schicksalhaft ist ohnehin immer nur "sein" Krebs. Der soll erst gar nicht entstehen, oder, wenn er es doch tut, sofort im Anfangsstadium erkannt werden, damit man die besten Heilungschancen hat.
 

 
 BIO-LABOR in Hemer
 
Es war ein Glücksgriff, daß ich sofort zu Beginn meiner Praxistätigkeit Mitglied wurde in einem Labor, welches Tumormarkern eine hohe Bedeutung beimißt: dem Biologischen Labor in Hemer. Dort wußte man, daß es Tumormarker gibt, die bereits Jahre vor Ausbruch des Tumors ansteigen. Man hat dann die Chance, mit entsprechenden Therapien die Zellen wieder zu "reparieren", so daß im günstigsten Fall das Entstehen eines Tumors verhindert werden kann.
 
Grafik Mikroskop mit freundlicher Genehmigung von Microsoft
 
 Arten von Tumormarkern
 
Tumormarker können entweder histologisch am Tumorgewebe (zelluläre Tumormarker) oder wesentlich einfacher in einer Körperflüssigkeit (humorale Tumormarker) nachgewiesen werden. In der Praxis bedeutet dies: Ich führe eine Blutentnahme durch, das ist alles. Auf die Einteilung der Tumormarker in tumorassoziierte Antigene, onkofetale Antigene, definierte Tumorantigene oder auch Hormone möchte ich hier nicht näher eingehen.
 

 
Einsatz von Tumormarkern
 
In der Schulmedizin werden Tumormarker eingesetzt zur Verlaufskontrolle von Tumorpatienten, die sich einer Therapie unterziehen oder unterzogen haben.
 
In meiner Praxis bestimme ich jedoch Tumormarker auch bereits dann, wenn nur der Verdacht einer bösartigen Erkrankung besteht, denn die Zeitspanne zwischen der Entstehung eines Tumors bis zum klinisch manifesten Tumor beträgt häufig mehrere Jahrzehnte, wobei schon Jahre vor Ausbruch des Tumors tumorassoziierte Antigene auftreten können. Diese Zeit kann kostbar sein, um mit einer Therapie das Wachstum des Tumors noch zu verhindern.
 
Dazu muß man wissen, daß es zu jedem Tumor den ihm zugeordneten Tumormarker gibt. So untersuche ich bei Verdacht auf folgende Tumoren folgende Tumormarker:
 
 Blasenkarzinom  CYFRA 21-1
 Chorion-Tumoren  HCG
 Colonkarzinom  CEA , TPA , CA 19-9
 C-Zell-Karzinom  Calcitonin
 Endometriumkarzinom  CA 125
 Gallengangskarzinom  CA 19-9 , CEA
 HNO - Tumoren  SCC , CEA (mit Einschränkungen)
 Hypophysentumoren  Prolaktin , FSH , LH , TSH , alkalische Phosphatase
 Keimzelltumoren inkl. Hodentumoren außer  Chorionkarzinom  AFP , HCG
 Knochentumoren bzw. Metastasierungen  Alkalische Phosphatase, Saure Phosphatase,  TPA, CEA
 Leberzellkarzinom  AFP
 Lungenkarzinom
 - kleinzelliges
 - nicht kleinzelliges
 
 NSE , CYFRA 21-1
 CYFRA 21-1 , CEA
 Tumoren im Lymphsystem  ß-2-Mikroglobulin , AFP
 Magenkarzinom  CA-72-4 , CEA , CA 19-9
 Mammakarzinom  CA 15-3 , CEA , MCA
 Ösophaguskarzinom  CEA , SCC (mit großen Einschränkungen)
 Ovarialkarzinom  CA 125 , ß-HCG , CA 72-4
 Pankreaskarzinom  CA 19-9 , CEA
 Prostatakarzinom  PSA , Prostata- und Saure Phosphatase
 Schilddrüsenkarzinom  Thyreoglobulin , CEA
 Zervixkarzinom  SCC

 
Cut-off-Wert
 
Diese Marker haben jeweils einen Referenzbereich, den sie im Blut gesunder Testpersonen in der Regel nicht überschreiten - eine Erhöhung über den obersten Wert dieses Bereichs hinaus, der auch cut-off-Wert genannt wird, sollte Wachsamkeit hervorrufen.
 
An diesem Punkt könnte sich jetzt eine heftige Diskussion entfachen: Diejenigen, die dieses Verfahren ablehnen ( die Bestimmung eines Tumormarkers kostet in der Regel zwischen 40 Euro und 80 Euro ), argumentieren hier: Es gibt Personen, die erhöhte Tumormarker haben, aber keinen Tumor. Und umgekehrt gibt es Personen, deren Tumormarker im Normbereich liegt, die aber trotzdem einen Tumor haben.
 
Das stimmt. Man muß zugeben, daß die Treffsicherheit eines Tumormarkers nicht 100% beträgt. So hängt zum Beispiel die Höhe des im Serum nachweisbaren Tumormarkers auch von der Blutversorgung des Tumors ab. Sollte man jedoch auf einen so entscheidenden diagnostischen Hinweis verzichten, nur weil er nicht 100%ig sicher ist, sondern nur eine hohe Wahrscheinlichkeit angibt ? Ich meine, man sollte die erhaltene Information unbedingt nutzen !

 

 
Den "idealen" Tumormarker gibt es nicht
 
Man würde an einen idealen Tumormarker folgende Forderungen stellen:
 
   100%ige Unterscheidung von Gesunden und Tumorkranken;
 
   Anzeigen aller Tumoren, möglichst in einem sehr frühen Stadium;
 
   Organspezifität, d.h. Aussage darüber, wo der Tumor sitzt;
 
   Positive Korrelation zwischen Höhe des Markers und Größe des Tumors
      ( je höher der Marker, desto größer der Tumor... );
 
   Anzeige aller Veränderungen bei Tumorpatienten unter Therapie;
 
   Prognostische Aussage der Höhe des Tumormarkerwertes. 

 
Einen solchen Marker, das muß man zugeben, gibt es nicht. Er ist auch aufgrund der Komplexität der Tumorgenese nicht zu erwarten.
 

 
Verhängnisvoll wäre aber jetzt der Schluß, sich mit dem Thema "Tumormarker in der Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen" gar nicht mehr zu befassen!
 

 
Meine Patienten sind dankbar, wenn ich ihnen zum Beispiel bei einem Knoten in der Schilddrüse sagen kann, daß die Treffsicherheit des Tumormarkers in diesem Fall 80% bis 90% beträgt. Wenn dieser Marker dann erhöht ist, rate ich zur Operation, und das war bisher immer gut so.
 

 
Ein anderes Mal habe ich erlebt, daß bei einer meiner Patientinnen der Tumormarker, der sich auf den Unterleib bezog, auf das 20fache des cut-off-Wertes erhöht war. Nach einer gründlichen schulmedizinischen Abklärung, die eindeutig keinen Befund erbrachte, und zwei weiteren Kontrolluntersuchungen des Markers, die die erste Messung bestätigten, führte ich eine Spritzenbehandlung durch, die eine Art Zellreparatur bewirken sollte. Der Tumormarker fiel langsam auf seinen Normalwert. Die Patientin ist auch bis heute, 8 Jahre später, gesund geblieben.
 

 
Traurig macht es mich, wenn Patienten zu mir kommen, die sich schon lange Zeit nicht wohlgefühlt hatten, bei denen jetzt gerade durch Röntgen oder Ultraschall ein Carcinom entdeckt wurde und bei denen ich dann feststelle, daß der zugehörige Tumormarker auf das 100fache erhöht ist ...

 

 
Fazit :
Lieber früh handeln, wohl wissend, daß eine Ungewißheit mit im Spiel ist, als etwas versäumen. Es geht immerhin um unser Leben.

 

 
Ich wünsche allen, die dies lesen, von Herzen, daß sie niemals den cut-off-Wert erreichen !
... Aber wenn doch, daß jemand da ist, der es merkt ...
   
   
 
Literatur: Roche Diagnostics, Tumormarker
Praktischer Einsatz und klinische Bedeutung

 
   
         
         
 

praxis@dr-ranft.de
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